Ganz zum Schluss, ganz persönlich…

Inklusion als Bild: ein Weg, ein Prozess.

Liebe Leserinnen und Leser,

unser letzter Newsletter ist online und mit ihm auch die Antwort auf die Frage, wie es denn mit Inklusion konkret (und uns) weitergeht.

Ich bedanke mich im Namen des Projektes „Inklusion konkret“ für Ihre Offenheit, den gemeinsamen Weg und die unglaublich vielen guten Ideen für mehr Inklusion, die wir zum Teil mit in die Tat umsetzen konnten, aber auch für den Blick über den Tellerrand und auf die Rahmenbedingungen, ohne die Inklusion nicht Normalität werden oder einfach gelebt werden kann.

Das Highlight des Projektes war für mich die Signetverleihung „Realitäts-Check Inklusion“ im Berliner Abgeordnetenhaus und dort die Diskussionsrunde (ab 58:25) mit den 4 Preisträgern. Alle Nachbarschaftseinrichtungen berichteten über das, was Inklusion für mich ausmacht: Entwicklungen. Da gab es den Computerkurs in einfacher Sprache, der jetzt auch von älteren Menschen genutzt wird, die Übersetzungen nicht nur in Leichte, sondern auch in mehrere Muttersprachen, Praktika, Vereinsmitgliedschaften und neue Rollen von Menschen, die sonst eher als hilfsbedürftig wahrgenommen werden, Hinzuverdienstmöglichkeiten für Menschen mit psychosozialen Behinderungen, selbst organisierte Fortbildungen in Gebärdensprachkompetenz für Mitarbeitende, Fortbildungen für Anwohnerinnen und Anwohner und immer wieder Aha-Erlebnisse.

Kein einziges Mal fielen Worte wie „Das können wir nicht.“ „Das ist zu teuer.“ „Dafür sind wir nicht ausgebildet.“ „Das ist gegen den Denkmalschutz.“ „Dafür ist keine Zeit.“

Inklusion bringt Entwicklung und setzt Kreativität frei. So hat die Qualifizierungsreihe „Brücken bauen für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe“ im Nachbarschaftshaus Urbanstraße dazu geführt, dass beim nächsten Kiezprojekt das Thema „Mehr barrierefreie Arztpraxen im Kiez“ ist. Oder die kreative Leichte-Sprache-Übersetzung für „zuverlässige, persönliche Ansprechpartner“? „Mund-zu-Mund-Sprache“. 😉

Inklusion konkret geht zu Ende. Mit diesem letzten Newsletter verbinde ich die Hoffnung (und eigentlich bin ich mir dessen jetzt schon sicher), dass sich unsere Wege wieder kreuzen.

Wir sehen und lesen uns wieder, versprochen.

​Freund​liche Grüße,

Ulrike Pohl

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