Inklusion konkret – in Schule und Jugendhilfe

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Gestern war ich als Referentin in die Regionale Arbeitsgemeinschaft (RAG) Lichtenrade eingeladen, um eine Präsentation zum Thema Inklusion zu halten.

Ich war überrascht über das rege Interesse von Schulsozialarbeit, Schulleitung sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Kinderhäusern, Jugendklubs, Kindergarten, der Schulpsychologen und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg.

In meiner Präsentation habe ich vor allem die menschenrechtliche Dimension von Teilhabe und Inklusion angesprochen, aber auch fehlende bzw. unübersichtliche rechtliche Rahmenbedingungen, internationale Beispiele und über Bürgerbeteiligung durch mehr Barrierefreiheit.

In der anschließenden Diskussion ging es u. a. um folgende Fragestellungen:

  • Wie müssen Schulen ausgestattet sein, um inklusiv arbeiten zu können?
  • Führt die Einschätzung des sonderpädagogischem Förderbedarfs zu mehr Stigma oder zu mehr Förderung? Was wären inklusivere Lösungen?
  • Wie sollte die Zuständigkeit für behinderte Kinder durch Ämter besser geregelt sein?
  • Teilhabe erfordert Persönliche Unterstützung/ Assistenz innerhalb und außerhalb des Schulbetriebs – wie kann das erreicht werden?
  • Parallelwelten und „Schutzräume“ für alte, pflegebedürftige, behinderte Menschen – wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Welche gesellschaftlichen Debatten fehlen?

Im Anschluss wollte ich noch die Toilette der Inklusionsschule nutzen – die war leider nicht barrierefrei. Dabei wäre das doch recht einfach zu bewerkstelligen, wenn der Zugang schon stufenlos ist. Einfach zwei Toiletten zu einer machen.

Es war trotzdem ein guter Tag mit einer anregenden Diskussion und positivem Feedback.

 

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