Kann man Glück messen?

Kleeblatt

Heute wurde im Auftrag der Deutschen Post der „Glücksatlas 2014“ veröffentlicht, der sich mit der Lebenszufriedenheit innerhalb von Deutschland befasst. Um es gleich vorweg zu nehmen: In Schleswig-Holstein sind die Einwohner am zufriedensten.

Gleichzeitig lag in diesem Jahr der Schwerpunkt auch auf Menschen mit Behinderung. Und bei der Frage kommen die Forscher zu folgender Einschätzung:

„Das Leitbild der „inklusiven Gesellschaft“ ist danach für die überwältigende Mehrheit von 98 Prozent der Bevölkerung wichtig oder sehr wichtig. Zwei Drittel sind der Meinung, dass Kinder mit Behinderung gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung in einer allgemeinen Schule unterrichtet werden sollten.

Überraschend allerdings ist, dass bis heute mehr als die Hälfte der Bevölkerung nach eigenen Angaben „nur selten oder nie“ mit Menschen mit Behinderung zu tun hat.“

Also, für uns ist das nicht so überraschend.

Auch im Teilhabebericht der letzten Bundesregierung kommen die Forscherinnen und Forscher zu folgenden Ergebnissen:

* Menschen mit Behinderung sind im Durchschnitt etwas weniger mit ihrem Leben zufrieden als nichtbehinderte Menschen. „Etwas weniger“ heißt, dass die Einschätzungen immer noch deutlich im positiven Bereich liegen.

* Der Teilhabebericht kommt auch zu der Einschätzung, dass soziale Bindungen
und soziale Unterstützung entscheidende Variablen für die Lebenszufriedenheit sind.

* Neben sozialen, unterstützenden Netzwerken ist auch eine den eigenen Wünschen und Bedürfnissen entsprechenden Arbeit entscheidend für die Lebenszufriedenheit.

* Auch die Zufriedenheit mit dem Einkommen ist bei Menschen mit Beeinträchtigungen immer niedriger als bei Menschen ohne Behinderung und gleicht sich erst im Alter von über 80 Lebensjahren an.

* Interessant ist auch folgender Zusammenhang: Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund sind zufriedener mit unserer Demokratie als Menschen mit Behinderung ohne Migrationshintergrund, aber auch als Menschen ohne Behinderung und ohne Migrationshintergrund.

Fazit: Für die „Glücklichmacher“ Netzwerke, Unterstützung, angepasste bzw. passgenaue Tätigkeiten könn(t)en Nachbarschaftshäuser sorgen – also tun wir es doch gemeinsam!

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